Die Kontrollräume der Zukunft werden von fortschrittlicher Technologie, Inklusion und einem Generationswechsel geprägt sein. Das bedeutet, dass Automatisierung, technologische Anpassung und Personalentwicklung zentrale Themen bei der Schaffung nachhaltiger und effizienter Arbeitsumgebungen sein werden. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die interessanten Diskussionen, die im Rahmen eines Roundtable-Gesprächs mit Unternehmen aus der Branche geführt wurden.
KI und fortschrittliche Datenanalyse
KI wird die Art und Weise verändern, wie Alarme und Daten in zukünftigen Kontrollräumen verarbeitet werden. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Bedeutung eines verantwortungsvollen Einsatzes von KI sowie die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass die Mitarbeiter die bereitgestellten Informationen verstehen und damit umgehen können. Die Teilnehmer sahen Möglichkeiten, mithilfe von KI bestimmte Aufgaben und Prozesse zu automatisieren, die Produktivität zu steigern und den Bedienern mehr Zeit für komplexere und strategischere Aufgaben zu geben. Die größte Herausforderung besteht darin, KI sicher in diesen kontrollierten Umgebungen zu implementieren, in denen Daten aus Steuerungssystemen häufig in separaten Netzwerken gespeichert sind. Damit KI besser eingesetzt werden kann, müssen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, ihr den Zugriff auf Daten aus Steuerungssystemen zu ermöglichen. Dabei besteht mitunter das Gefühl, durch bestehende Strukturen eingeschränkt zu sein, während gleichzeitig die Bedeutung eines sicheren Umgangs mit Daten berücksichtigt werden muss.

Ergonomie der Zukunft in Kontrollräumen
Die Bedeutung der Ergonomie für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Bediener stand im Mittelpunkt unserer Diskussionen. Dabei wurde deutlich, dass Ergonomie weit über Komfort hinausgeht und eine entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass Bediener langfristig leistungsfähig bleiben und ihre Aufgaben optimal erfüllen können.
Im Gespräch wurden spannende Entwicklungen im Bereich Ergonomie beleuchtet, insbesondere die individuelle Anpassung der Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse der Bediener. Diese Anpassungsmöglichkeiten tragen dazu bei, Ermüdung und Stress sowie das Unfallrisiko zu reduzieren. Darüber hinaus diskutierten wir, wie neue Technologien wie KI und maschinelles Lernen die Ergonomie auf ein neues Niveau heben können. Echtzeit-Feedback und individuelle Anpassungen auf Grundlage des Wohlbefindens der Bediener wurden als wirkungsvolle Möglichkeiten identifiziert, um Komfort und Leistungsfähigkeit zu optimieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Inklusion bei der zukünftigen Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze. Durch einen stärkeren Fokus auf die Ergonomie am Arbeitsplatz können Kontrollräume für Bediener mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen attraktiver gestaltet werden. Dieser Ansatz schafft nicht nur eine gesündere Arbeitsumgebung, sondern verbessert auch die Möglichkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden.
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Generationswechsel
Viele Teilnehmer betrachteten die Anpassung an neue Technologien auch als eine Generationenfrage, da jüngere Menschen sich häufig schneller an moderne Systeme gewöhnen. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass die Vertrautheit älterer Mitarbeiter mit bestehenden Systemen den technologischen Entwicklungsprozess erschweren und Herausforderungen mit sich bringen kann. Um diese zu bewältigen, wurde betont, wie wichtig es ist, alle Mitarbeiter in den Veränderungsprozess einzubeziehen und entsprechende Schulungen und Unterstützung anzubieten.
Um Kontrollräume attraktiver und Arbeitsplätze inklusiver zu gestalten, sind Maßnahmen auf mehreren Ebenen erforderlich. Die an der Diskussion beteiligten Unternehmen waren sich einig, dass sich die Vielfalt am Arbeitsplatz in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat, gleichzeitig aber noch weiteres Entwicklungspotenzial besteht. Eine Möglichkeit, die Inklusion zu fördern, besteht darin, die Arbeitsplätze auch nach außen attraktiver zu präsentieren und jungen Menschen durch Praktika für Schüler Einblicke in die Branche zu ermöglichen.
Darüber hinaus wurde die Bedeutung sozialer Medien und anderer Kommunikationsmaßnahmen hervorgehoben, um die Wahrnehmung der Arbeitsplätze positiv zu beeinflussen und Vorurteilen entgegenzuwirken, wonach die Branche schmutzig oder wenig einladend sei. Durch die Schaffung einer besseren Arbeitsumgebung, in der sich alle willkommen und wertgeschätzt fühlen, können Unternehmen inklusive Arbeitsplätze schaffen, die für ein breiteres Spektrum an Talenten attraktiv sind.
Hintergrund
Das Roundtable-Gespräch fand am 27. April in den Räumlichkeiten von CDE außerhalb von Borås gemeinsam mit Automation Region statt. Ziel war es, darüber zu diskutieren, wie die Kontrollräume der Zukunft aussehen werden, wobei der Schwerpunkt auf einer stärkeren Inklusion und dem Umgang mit dem Generationswechsel lag. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Endanwender, Systemintegratoren und Anbieter von Steuerungssystemen. Insgesamt nahmen 20 Personen teil, die sich auf zwei Tische verteilten. Diese Zusammenfassung stellt einige der wichtigsten Punkte vor, die sich aus der Diskussion über die Kontrollräume der Zukunft ergeben haben, einschließlich der Herausforderungen und Chancen in diesem Bereich.
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Zusammengefasst von Hampus Schäring





